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24 September 2021

Tipps zur Akkupflege

In diesem Tech Talk werden wir Ihnen einige Hintergrundinformationen zu unseren SHIMANO STEPS-Akkus geben. Außerdem werden wir uns genauer mit der Verwendung der Akkus, der Kapazität von Lithium-Akkus und der Genauigkeit der Ladezustandsberechnung befassen.

Verwendung der Akkus

Wir werden immer wieder gefragt, wie man Akkus korrekt auflädt. Viele sind der Meinung, dass Akkus einen sogenannten Memory-Effekt haben und daher komplett entladen werden müssen, bevor man sie wieder auflädt.

Das trifft auf Lithium-Ionen-Akkus nicht zu!

Bei Lithium-Ionen-Akkus gibt es keinen Memory-Effekt. Daher muss dieser Akkutyp auch nicht vollständig entladen werden. Vielmehr empfehlen wir, einen SHIMANO STEPS-Akku so weit wie möglich aufgeladen zu halten. Warum? Weil es die Lebensdauer eines Lithium-Akkus verkürzt, wenn er auf 0 % entladen wird. Wenn man vermeidet, einen Lithium-Akku auf 0 % zu entladen, verlängert man seine Lebensdauer. Manchmal lässt sich ein Entladen des Akkus auf 0 % natürlich nicht vermeiden, beispielsweise wenn man nach Hause kommen will. Letztendlich gilt jedoch: Es ist nicht nötig, einen Lithium-Akku auf 0 % zu entladen.

Kapazität von Lithium-Akkus

Die Reichweite eines E-Bikes hängt von vielen Faktoren ab, darunter:

 

  • Temperatur
  • Gesamtgewicht (E-Bike + Fahrer)
  • Reifendruck
  • Art der Bereifung
  • Luftwiderstand (Radsportkleidung bietet weniger Luftwiderstand als eine weite Winterjacke)
  • Fahrerposition (eine aufrechte Sitzposition sorgt für einen höheren Luftwiderstand)
  • Schmierzustand und Abnutzungsgrad der Antriebskomponenten
  • Art der Schaltung (Nabenschaltung oder Kettenschaltung)
  • Straßenzustand
  • Höhenunterschiede

 

Unterm Strich möchte jeder, der Rad fährt, eine möglichst große Reichweite haben.

Wie man die Akkukapazität aufrechterhält

Bei einem Lithium-Ionen-Akku, wie er von SHIMANO verwendet wird, bewegen sich bei jedem Lade- und Entladezyklus Ionen zwischen der Anode (+) und der Kathode (-) hin und her. Dieser Prozess wird durch einen Elektrolyt (eine Flüssigkeit, welche die Moleküle transportiert) ermöglicht.

Die Viskosität des Elektrolyts ist temperaturabhängig: Je kälter es ist, desto dickflüssiger wird der Elektrolyt und desto langsamer bewegen sich die Ionen (Moleküle). Die Folge ist eine verminderte Akkukapazität.

Dieser Effekt kann in gewissem Maße kompensiert werden, indem man den Akku in einem geschlossenen Raum (bei ca. 20 °C) auflädt und erst kurz vor dem Losfahren am Rad anbringt.

Wenn Sie nicht vorhaben, Ihr E-Bike im Winter zu fahren, und es bis zum Frühling einlagern möchten, empfiehlt SHIMANO, den Akku bis auf etwa 70 % (entspricht drei blinkenden LEDs) aufzuladen, um ihn in einem Top-Zustand zu halten.

Vorhersage des Ladezustands (Berechnung des SOC – State of Charge)

Das SHIMANO STEPS-Display zeigt den Ladezustand (SOC) Ihres Akkus an, damit Sie abschätzen können, welche Reichweite Ihnen noch verbleibt. Der SOC ist auch der Eingangswert für die Berechnung der auf dem Display angezeigten Reichweite.

Die Genauigkeit des SOC ist abhängig von den Fahrbedingungen. Im Boost-Modus, bei niedrigen Temperaturen oder beim Bergauffahren sinkt die Genauigkeit der SOC-Berechnung. Bitte beachten Sie, dass dies nicht bedeutet, dass der Akku defekt ist.

SHIMANO verbessert kontinuierlich die SOC-Berechnungsgenauigkeit. Dennoch stimmt der angezeigte SOC nicht immer mit dem tatsächlichen Akkustatus überein.

SHIMANO empfiehlt Ihnen, Ihr SHIMANO STEPS-Bike mit der aktuellsten Firmware auf dem neuesten Stand zu halten.