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Neuigkeiten

E-MTB-Rennen beim World Cup

Power einschalten und in den Fun-Modus wechseln!

Die Einführung von E-MTB-Rennen hat für Aufregung gesorgt und wurde positiv aber auch mit Skepsis aufgenommen. Aber auf jeden Fall lässt sich schwer leugnen, dass die Vorstellung, Steigungen wie ein Cross-Country-Profi herauf zu jagen, einfach großartig ist. Das E-MTB-Rennen in Albstadt bot eine Chance, sich einen Eindruck eines Pro-Rennens mit dem entsprechenden Track und der erstaunlichen Geschwindigkeit zu machen.

Albstadt in der Region Zollernalb in Deutschland ist ein anerkannter Austragungsort von World Cups, ein E-MTB-Rennen wurde dort aber bisher noch nicht veranstaltet. Für die Organisatoren, UCI-Kommissare, Zuschauer und sogar einige Fahrer war es eine neue Erfahrung. 

Stephan Salscheider, Geschäftsführer des Rennorganisators, war stolz, als erstes World Cup-Event ein E-MTB-Rennen anzubieten. „Wir wollen den Athleten, die E-MTB genießen, die Tür öffnen und ihnen die Chance geben, ein Teil der Rennszene und des Sports insgesamt zu werden. Wir sind wieder einmal innovativ und bringen uns in den Prozess, die Regularien aufzustellen, ein.“ 

Mit neuen Entwicklungen gehen viele Fragen einher. Dabei fragen sich viele Menschen vor allem, wie in E-MTB-Rennen für Fairness gesorgt werden kann. Es ist weithin bekannt, dass sich die Begrenzungen der Motoren von elektrischen Fahrrädern aufheben oder modifizieren lassen. Aber es besteht kein Anlass zur Sorge: SHIMANO war vor Ort, um das Rennen und die Einhaltung der Regeln zu überwachen. 

Die zentralen Elemente der Regularien sehen vor, dass die Motoren auf eine Maximalleistung von 250 Watt beschränkt werden und die Fahrer nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützen. Jenseits der 25 km/h müssen die Fahrer mit reiner Muskelkraft auf höhere Geschwindigkeiten beschleunigen. Darüber darf der Motor nur laufen, wenn gleichzeitig die Pedale bewegt werden. Ein Startanschub ohne Pedalkraft ist nur bis 6 km/h zulässig.

Den Rennfahrern wurde ein halbstündiges Zeitfenster vor dem Start zugeteilt, in dem sie ihre Räder zur Überprüfung vorstellen mussten. Der Durchmesser des Hinterrads und Reifens wurde gemessen, um die Länge einer vollen Umdrehung zu ermitteln. Damit können die Rennkommissare prüfen, ob der Motor korrekt eingestellt ist, so dass er bei Erreichen von 25 Stundenkilometern keine Leistung mehr abgibt. Darüber hinaus hat sich SHIMANO über eine spezielle Software mit jedem Fahrrad verbunden, um den Motor zu untersuchen und anzuzeigen, ob die Werkseinstellungen des Fahrrads manipuliert wurden. Sobald alle Räder für das Rennen freigegeben waren, wurden sie in einem abgesperrten Bereich verwahrt, während die Fahrer sich an einem anderen Ort auf das Rennen vorbereiteten.

Trotz der sorgfältigen Überprüfungen und technischen Vorschriften war die Atmosphäre entspannt und es wurde untereinander gescherzt. Mountainbiking ist von Grund auf auf Spaß ausgerichtet, und während der Startvorbereitung wurde deutlich, dass die Begeisterung durch die Einführung der E-MTB noch gestiegen ist. Selbst für die Personen, die mit dem Start bei einem Welt Cup vertraut sind, war der Gedanke, einen World Cup-Kurs mit ein wenig Motorunterstützung zu fahren, aufregend.

Tracey Mosely ist eine multidisziplinäre Legende im Mountainbiking und fügte ihren Lorbeeren in Albstadt auch das E-MTB-Rennen hinzu. 

„Ich bin so häufig gefragt worden, was ich von E-MTB-Rennen halte“, sagte sie. „Am besten ist, tatsächlich mitzumachen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Ich denke, wir wissen alle, dass das e-Biking sich auf Dauer etabliert hat. Es ist ein massiver Trend, weshalb die Leute unausweichlich auch anfangen wollen, Rennen mit ihnen zu fahren. Es wird interessant, zu beobachten, wie sich das entwickelt.“

Tracey wurde von ihrer Freundin Nathalie Schneiter, einer ehemaligen professionellen Fahrerin im Cross-Country-Segment, zum Rennen überredet. 

„Vor zweieinhalb Jahren hätte ich niemals offen zugegeben, dass ich gerne E-Bike fahre. Ich wäre nur nachts gefahren, wenn mich niemals sehen kann!“, meinte Nathalie lachend. „Aber die Welt hat sich geändert: Viele Menschen fahren E-Bikes und extrem viele von ihnen sind absolut begeistert. E-Bikes bringen wieder viele Menschen zum Radfahren, und das mag ich wirklich an ihnen. Ich freue mich sehr, wieder hier zu sein – obwohl ich mir vor drei Jahren geschworen hatte, mir nie wieder die Steigung von Albstadt anzutun. Wirklich niemals! Aber mit einem E-Bike könnte es Spaß machen!“ 

Und als Jochen Kaß – mehrfacher Gewinner der Cape Epic-Stage und Meister im Cross-Country-Marathon – kampfbereit und mit absolut entschlossener Miene an die Startlinie rollte, wurde jedem klar, dass dieses Rennen alles andere als ein Amateurwettkampf werden würde. Aber während sich Kaß vor Kjell van der Boogert – dem jungen Niederländer, der für das professionelle Mountainbike-Team von Bart Brentjens exklusiv bei E-MTB-Rennen an den Start geht – in Acht nehmen musste, tauschte das restliche Feld lautstark Grüße und Späße mit den Unterstützern am Streckenrand aus. Und das verdeutlicht, was das E-MTB-Rennen in Albstadt ausmacht: Einerseits hatten ernsthafte Athleten hier die Chance zur Erkundung eines neuen Rennformats, und andererseits bot es Amateuren eine Gelegenheit, einen World Cup-Kurs zu erleben und dabei eine Menge Spaß zu haben.

Mehr Vergnügen als Kampf

E-MTBs bieten eine tolle Möglichkeit, mit Freunden mit einem breiten Grinsen und keinem vor Anstrengung verzerrten Gesicht durch das Gelände zu shredden. Wie hat Tracey also nach ihrem ziemlich legendären Kampf über vier Runden mit ihrer Freundin Nathalie ihr erstes E-MTB-Rennen gefallen?

„Es hat wirklich richtig Spaß gemacht! Ich bin in dieser Woche mehrere Runden auf einem konventionellen Rad gefahren, und diese Steigungen sind echt hart. Sie zu nehmen war nicht sehr angenehm. Mit dem E-MTB musste ich mich immer noch anstrengen, aber man kam auch richtig vorwärts! Das ist es wahrscheinlich, was man mit Fitness erreicht, wie es für die Profis ist.“ 

Einer dieser Profis ist Manuel Fumic von Cannondale Factory Racing. Er ist mit Geschwindigkeiten unterwegs, von denen die meisten von uns nur träumen können, aber das heißt nicht, dass er das Wachstum des E-MTB-Sektors abtut. 

„Ich bin mir nicht sicher, ob das Rennen mit E-MTBs auf einer World Cup-Strecke angemessen ist, aber separate Events für E-MTBs würde ich gut finden, weil ich es großartig finde, wenn Leute auf Mountainbikes gegeneinander antreten“, meint der deutsche XCO-Meister. „E-MTBs können ein toller Weg sein, um Leute in den Sport zu bringen – mein Schwiegervater hat eines und es hilft ihm wirklich, fit zu werden. Im Rennbereich sind die Regularien ein wichtiger Aspekt, weshalb ich froh bin, dass SHIMANO hier den Weg bahnt.“

Die Disziplin steht erst ganz am Anfang ihrer Entwicklung, und es ist noch nicht geklärt und offen, welche Entwicklung sie nehmen wird. SHIMANO übernimmt als einer der großen technologischen Akteure für elektrische Fahrräder und wegen seiner natürlichen Verbindung zum Radfahren in allen Anspruchsklassen eine führende Rolle bei der technologischen und sportlichen Entwicklung. 

Es ist eine spannende Zeit für den Sport, und das Rennen beim UCI World Cup in Albstadt ist erst der Anfang. Also, was meinen Sie? Würden Sie gerne mit der Geschwindigkeit eines Profis auf einer World Cup-Strecke Rennen fahren oder einfach schneller als je zuvor mit Freunden über die örtlichen Trails fetzen? Was immer Ihnen mehr liegt, möge die E-MTB-Macht mit Ihnen sein!