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Neuigkeiten
28 February 2018

Erklärung der e-MTB-Begriffe

Machen Sie sich mithilfe dieser praktischen Einweisung mit der e-MTB-Terminologie vertraut.

Auch für alle unter uns, für die fahrradspezifische Fachbegriffe die zweite Muttersprache sind, die SLX von XTR im Schlaf unterscheiden und alles über Rahmenhöhe und Reichweite wissen, ist die Terminologie im e-MTB-Bereich möglicherweise noch Neuland.

Die Technologie hinter dem Antrieb von E-Bikes hat sich so schnell verbreitet, dass selbst die Experten, die auf den ersten Blick erkennen, wie viel ein Fahrrad kosten sollte, was es wiegen dürfte und wie seine Teile zu warten sind, bei der Beurteilung neuer Generation elektrischer Bauteile ins Schwanken geraten können. Hier finden Sie eine kurze, alphabetisch sortierte Einführung in die e-MTB-Fachterminologie.

Amperestunden

Amperestunden (Ah) sind ein Maß für die Akkukapazität – je mehr Amperestunden die Batterie zu bieten hat, desto länger hält jeder einzelne Ladezyklus vor. Hochwertige Akkus für e-MTBs liefern zwischen 11 und 14 Ah.

Ladezyklus

Bezeichnet das Leeren und Aufladen des Akkus. Die voraussichtliche Akkulebensdauer wird üblicherweise in Ladezyklen angegeben. Ein Akku mit 1.000 Ladezyklen sollte dementsprechend 1.000 Ladevorgänge überdauern. Während dieses Zeitraum treten zwar geringfügige Kapazitätsverluste auf, 1.000 Ladezyklen sollten jedoch den Betrieb über mehrere Jahre sicherstellen.

Nabenmotor

Bezeichnet jede Art von E-Bike, bei dem der Motor in eine Nabe integriert ist, häufig im Hinterrad.

Lithium-Ionen-Akku

Für e-MTBs gibt es zahlreiche unterschiedliche Akkus, aber Lithium-Ionen- (Li-ion-) Akkus liefern üblicherweise beste Leistung, sind leichter und haben ein lange Lebensdauer. Lithium-Ionen-Akkus werden in einer Vielzahl von wiederaufladbaren Geräten wie z. B. Mobiltelefonen und Kameras verwendet.

Mittelmotor

Dieser Motortyp wird manchmal auch als Tretlagermotor bezeichnet und sitzt mittig im Tretlager anstatt in einer Nabe. Dieser Motortyp wird bei e-MTBs immer beliebter, weil bei ihm der Schwerpunkt niedrig und zentral liegt. Außerdem führt er zu einem intuitiven Fahrgefühl und die Räder lassen sich im Gegensatz zu Systemen mit Nabenmotor leicht ausbauen.

Modus A

Stufe der Unterstützung durch den Motor bei einem e-MTB mit Tretkraftunterstützung, die vom Fahrer über einen Schalter am Lenker gewählt und auf einem Display am Lenker angezeigt wird. SHIMANO STEPS E8000 bietet beispielsweise drei Antriebsstufen: Eco, Trail und Boost.

Newtonmeter (Nm)

Maßeinheit für Drehmoment, also die Kraft, die aufgewendet wird, um eine Drehbewegung zu erzeugen (siehe Drehmoment).

Tretkraftunterstützung

E-Bikes mit Tretkraftunterstützung messen das anliegende Drehmoment oder die Trittfrequenz des Fahrers und reagieren darauf durch Regelung der Antriebsleistung. Sie unterscheiden sich von E-Bikes mit Antriebssteuerung über einen Griff, die eher wie ein Mofa gefahren werden und keine Pedaltätigkeit benötigen. E-MTBs mit Tretkraftunterstützung liefern ein natürliches Fahrgefühl, gelten in den meisten Ländern rechtlich als Fahrräder und sind der von führenden Fahrradherstellern am häufigsten produzierte e-MTB-Typ.

Leistung

Wird in Watt (W) gemessen und gibt die Arbeit an, die das E-Bike-System leisten kann. Je höher die Wattzahl, desto leistungsfähiger ist das System. Eine Pferdestärke entspricht 750 W (siehe Watt).

Q-Faktor

Einfach ausgedrückt bezeichnet dieser Begriff den seitlichen Abstand der Pedale zum Tretlager. Bei E-Bikes oder e-MTBs mit Mittelmotor war der Q-Faktor bisher größer, um Platz für den Motor zu lassen. Heutzutage können Systeme wie SHIMANO STEPS denselben Q-Faktor bieten wie gewöhnliche Mountainbikes.

Reichweite

Die Entfernung oder Zeitspanne, die mit einer Akkuladung unabhängig von den Umständen bewältigt werden kann. Die Reichweite wird von der Akkukapazität bestimmt und durch das Gesamtgewicht von Fahrrad und Fahrer, das Gelände (hügelig, flach oder bergab) und den Fahrmodus beeinflusst. In Abhängigkeit dieser Umstände ändert sich die Reichweite, und sie wird üblicherweise dynamisch auf einem Display am Lenker angezeigt.

Unterstützungsverhältnis

Bezeichnet bei e-MTBs mit Tretkraftunterstützung den Prozentsatz der Tretkraft des Fahrers, der vom Motor beigesteuert wird. Das Verhältnis ändert sich in Abhängigkeit des Modus. In einem niedrigen Modus könnte die Unterstützung z. B. bei 70 % der Tretkraft des Fahrers liegen, während in einem starken Modus über 250 % geleistet werden könnten. Die Reichweite einer Akkuladung wird bei geringeren Unterstützungsverhältnissen größer.

Drehmoment

Drehmoment wird in Newtonmeter (Nm) gemessen und gibt die Kraft an, die zum Erzeugen einer Drehbewegung aufgewendet wird. Drehmomentangaben für e-MTBs (z. B. 70 Nm) beziehen sich auf die Kraft, die vom Motor maximal auf das Hinterrad ausgeübt werden kann.

Spannung

Dieser Begriff bezeichnet vereinfacht ausgedrückt die potentielle Kraft der Stromversorgung des Motors durch den Akku, in etwa so wie Wasser unter Druck durch einen Schlauch fließt.

Walk-Modus

Ein Modus mit geringer Antriebskraft zur Unterstützung beim Schieben des Fahrrads, z. B. über Stufen oder um enge Kurven.

Watt

Eine wichtige Maßeinheit für die von einem System erzeugte Leistung. Bestimmt zusammen mit der Spannung, wie schnell ein e-MTB fahren kann.

Wattstunden

Ein Maß für die gesamte Akkukapazität, das durch Multiplikation der Amperestunden mit der Spannung (und darauf folgendes Runden auf die nächsten 50 o.ä.) ermittelt wird. Ein Akku mit einer Nennspannung von 36 V und 14 Ah sollte also eine Kapazität von 500 Wh (36 x 14 = 504) haben.